Das Studentenwerk Chemnitz-Zwickau ist Dienstleister für die Studierenden der Technischen Universität Chemnitz, der Westsächsischen Hochschule Zwickau und der Duale Hochschule Sachsen in Glauchau, Breitenbrunn und Plauen. Unser gesetzlicher Auftrag ist die wirtschaftliche, soziale, gesundheitliche und kulturelle Förderung dieser Studierenden.
Wir betreiben Mensen, Cafeterien, Wohnheime und eine eigene Kita, bearbeiten das BAföG und bieten vielfältige kostenfreie Beratungsmöglichkeiten.
Fragen zu unseren Angeboten beantworte ich gern per Anfrage an presse@swcz.de.
14.07.2025
Studentenwerk Chemnitz-Zwickau investiert 15 Mio Euro in Modernisierung von Zwickauer Studentenwohnheim
Dank der Unterstützung des Programms „Junges Wohnen“ wird unser Wohnheim in der Inneren Schneeberger Straße 23, Haus 1, bis zum Wintersemester 2026/27 modern ausgebaut. Ziel ist es, ein baulich und gestalterisch den heutigen Anforderungen entsprechendes Wohnheim für Studierende zu schaffen – mit überwiegend abgeschlossenen Kleinstapartments und Zweier-Wohneinheiten.
Das ursprünglich 1971 errichtete Gebäude wurde zuletzt im Jahr 1997 saniert und entsprach nicht mehr den baulichen Anforderungen und den Wohnansprüchen der Studierenden. Bis Ende Februar diesen Jahres wurden alle Zimmer leer gezogen. Auch unsere Verwaltung zog Mitte März an den neuen Standort in der Villa Falck in der Äußeren Schneeberger Straße 35. Im Anschluss erfolgte die Entkernung des Hauses, bevor Ende Juni die eigentlichen Bauarbeiten beginnen konnten.
Um den heutigen Wohnansprüchen gerecht zu werden, war es notwendig die bestehenden Grundrisse anzupassen. Die künftige Wohnform besteht überwiegend aus vollmöblierten Kleinstapartments mit ca. 16 m² Wohnfläche sowie mehreren Zweier-Wohneinheiten. Nach der Modernisierung stehen in diesem Wohnheim 287 Bettplätze, 18 mehr als vor der Modernisierung, zur Verfügung. Besonderes Augenmerk wird auf eine nachhaltige Gestaltung gelegt. Die Balkonanlagen werden mit rankenden Pflanzen begrünt, wodurch eine grüne West- und Ostfassade entsteht – ein echtes Highlight für Stadtbild und Klima. Ziel ist es, ein modernes, energieeffizientes und lebenswertes Wohnumfeld für Studierende zu schaffen.
Auch gemeinschaftliche Aspekte kommen nicht zu kurz. Der Studentenclub Null13, der während der Sanierung vorübergehend umgezogen ist, wird nach Abschluss der Arbeiten wieder in seine angestammten Räume zurückkehren.
Die Wiedereröffnung des rundum modernisierten Wohnheims ist für das Wintersemester 2026/27 vorgesehen. In diese Modernisierungsmaßnahme investiert das Studentenwerk Chemnitz-Zwickau rund 15 Mio Euro. Davon stammen 10 Mio Euro aus dem Förderprogramm „Junges Wohnen“ vom Bund und dem Freistaat Sachsen. Das Sonderprogramm fördert im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus die Schaffung und Modernisierung von bezahlbarem Wohnraum für Studierende und Auszubildende.
26.06.2025
Gemeinsame Pressemitteilung der sächsischen Studentenwerke
Haushaltsbeschluss des Sächsischen Landtags: Zusätzliche Mittel für Studentenwerke mildern Finanzierungslücke
Chemnitz/Dresden/Leipzig/Freiberg, 26. Juni 2025. Im Zuge der Verabschiedung des Doppelhaushalts 2025/2026 durch den Sächsischen Landtag stehen den sächsischen Studentenwerken zusätzliche finanzielle Mittel in Höhe von jährlich fünf Millionen EURO zur Verfügung. Die sächsischen Studentenwerke begrüßen diese Entscheidung ausdrücklich und danken allen demokratischen Fraktionen für ihre parteiübergreifende Unterstützung.
Für die sächsischen Studentenwerke insgesamt ist dies eine extrem wichtige und positive Entwicklung. Die Geschäftsführerin des Studentenwerk Chemnitz-Zwickau und Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft der sächsischen Studentenwerke Anja Schönherr sagt dazu:
„Wir sind sehr erleichtert über die heute mit dem Doppelhaushalt 2025/2026 beschlossenen Zuschüsse, welche nun höher als zunächst im Regierungsentwurf vorgesehen ausfallen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten brauchen die Studierenden uns als zuverlässige Partner,“ so Anja Schönherr, Sprecherin der sächsischen Studentenwerke. „Mit unseren umfangreichen Angeboten an preiswertem Wohnraum, günstiger Verpflegung, Kinderbetreuung, Studienfinanzierung und psychosozialer Beratung ermöglichen wir den Zugang zu akademischer Bildung unabhängig von Herkunft und finanzieller Situation des Elternhauses. Wir danken allen, die dazu beigetragen haben, dass wir diese Leistungen aufrechterhalten und die sächsischen Studierenden auch zukünftig vielfältig unterstützen können - den Abgeordneten des sächsischen Landtages, dem Staatsministerium für Wissenschaft und Kultur, und nicht zuletzt auch den Studierenden selbst, die – getragen durch die KSS und die lokalen Studierendenvertretungen - engagiert für die sächsischen Studentenwerke eingetreten sind.“
Die nun beschlossenen zusätzlichen Mittel leisten einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung der Finanzierungslücke, die infolge stark gestiegener Personal-, Energie- und Sachkosten in den vergangenen Jahren entstanden ist.
Der ursprünglich geplante Doppelhaushalt sah zwar eine Erhöhung des Landeszuschusses für den laufenden Betrieb von 12,85 Mio. Euro auf 13,5 Mio. Euro für alle Studentenwerke vor, blieb damit aber deutlich unter den Kostensteigerungen der letzten Jahre. Gleichzeitig wurden über die Bund-Land-Fördermittel Junges Wohnen hinaus keinerlei Mittel für neue Investitionen bereitgestellt. Die erheblichen Investbedarfe wären auch nicht durch das Bundesprogramm Junges Wohnen gedeckt worden. Dieses Programm ist wichtig und leistet einen Beitrag zur Stabilisierung der Wohnplatzkapazitäten, deckt die Bedarfe aber nicht komplett. Für die Sanierungsbedarfe in den Mensen steht dieses Programm gar nicht zur Verfügung. Damit standen die sächsischen Studentenwerke vor unlösbaren Aufgaben.
Insbesondere in Dresden stand die soziale Infrastruktur für Studierende auf der Kippe. Bereits im März hatte das Studentenwerk Dresden auf die daraus resultierenden Risiken für zentrale Leistungsbereiche hingewiesen – insbesondere in der Hochschulgastronomie, der sozialen Wohnraumversorgung sowie bei der Beratung. Eine Einschränkung oder gar Schließung wichtiger Angebote war nicht mehr ausgeschlossen.
Um das bestehende Dienstleistungsangebot zumindest kurzfristig abzusichern, wurden in den vergangenen Monaten intensive Gespräche mit den Studierendenvertretungen geführt. In der Verwaltungsratssitzung vom 8. Mai 2025 wurde daraufhin eine befristete Erhöhung des Semesterbeitrags um 15 Euro beschlossen – insbesondere zur Deckung des gestiegenen Bedarfs in der psychosozialen Beratung und der Sozialberatung sowie zur Stabilisierung des Defizits in der Hochschulgastronomie. Damit stieg in Dresden der halbjährlich fällige Semesterbeitrag für das Studentenwerk auf einen Wert von 112,73€.
„Die Haushaltsentscheidung ist ein wichtiges Signal für die soziale Infrastruktur an den Hochschulstandorten. Wir danken den Fraktionen, die sich für eine Mittelerhöhung eingesetzt und dieser zugestimmt haben. Parteiübergreifend wurde damit gezeigt, dass die Belange der Studierenden ernst genommen und unterstützt werden“, erklärt Michael Rollberg, Geschäftsführer des Studentenwerks Dresden. „Auch wenn die Verteilung der zusätzlichen Mittel noch offen ist und das Defizit durch die zusätzlichen Mittel auch nicht vollständig gedeckt werden kann, gibt uns dieser finanzielle Schritt wichtige Stabilität für die kommenden Monate“, so Rollberg weiter. „Er schafft den Rahmen, akute Einschnitte abzuwenden und begonnene Maßnahmen zur Sicherung unseres Angebots fortzuführen.“
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